Gedenkkultur Dessau-Roßlau

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Sophie Schuber, geb. Brecher-Wagenberg

  • Geburtsdatum: 6.11.1886 in Przemysl
  • Todesdatum: 21.3.1949 in Haifa
  • letzte freigewählte Dessauer Adresse: Askanische Straße 39a (heute: Askanische Straße 54-58)

Sophie Schuber stammte aus dem damals zu Österreich-Ungarn gehörenden Przemysl. Sie war mit dem Dessauer Kaufmann Josef Schuber (1881-1951) verheiratet. Das Ehepaar hatte die Kinder Dora (geb. 1911), Alfred (geb. 1914) und Max (geb. 1920) und besaß in der Askanischen Straße 39a ein Warenhaus für Haushaltswaren, Wäsche und Bekleidung. Die ganze Familie konnte 1929 die Staatsbürgerschaft erwerben, die ihr 1935 von den neuen Machthabern jedoch wieder aberkannt wurde. Wie auch ihr Mann nahm Sophie Schuber als orthodoxe Jüdin rege am Leben der Israelitischen Kultusgemeinde teil. Alle drei Kinder gehörten der sozialistischen zionistischen Jugendbewegung an. Die Söhne Alfred (Pinchas) und Max (Mosche Efraim) wanderten 1933 bzw. 1937 nach Palästina aus. Die Tochter Dora heiratete Ende 1938 in Dessau Isidor Feder, blieb in Deutschland und wurde ein Opfer der NS-Vernichtungspolitik. Mit ihrem Mann Josef flüchtete Sophie Schuber im Juli 1939 nach Palästina. Von der Ermordung der Tochter Dora, den Erlebnissen des Pogroms und der Verteribung aus Dessau belastet starben Josef und Sophie Schuber in Haifa, Josef Schuber 1949, Sophie Schuber 1952.