Hella Katz war eine Tochter des Kaufmannsehepaares Hermann und Gitel Katz. Sie wohnte zusammen mit den Eltern und Geschwistern – drei Brüder – im Haus Askanische Straße 10 (Vorderhaus), einer berühmten Dessauer Adresse, denn im Hofgebäude dieses Grundstückes wurde 1729 der Aufklärer Moses Mendelssohn geboren. Ihre älteren Brüder Isi, Josef und Martin konnten zwischen 1933 und 1938 nach Palästina emigrieren. Sie erlebte als Schulkind die wachsende Ausgrenzung, Entrechtung und Verfolgung.
Ihr Vater gehörte zu den in der Stadt Dessau-Roßlau lebenden jüdischen Bürgern polnischer Staatsangehörigkeit, die im Oktober 1938 von der brutalen Ausweisungspolitik der Reichsregierung betroffen waren. Während der „Polen-Aktion“ wurde er von der Gestapo zur polnischen Grenze abgeschoben. Im Juli 1939 konnte Hermann Katz für kurze Zeit noch einmal nach Dessau zurückkehren, um sein Geschäft und den Haushalt aufzulösen. Hella Katz und ihre Mutter mussten mit ihm nach Polen. Alle Drei wurden Opfer des Holocaust. Die genauen Umstände des Todes von Hella Katz sind nicht bekannt.