Hugo Jacoby stammte aus einer Dessauer jüdischen Familie, hatte sich früh der KPD angeschlossen und vom Judentum weitgehend entfernt. Im November 1918 war er Mitglied des Soldatenrates der Garnison Dessau. 1920 wurde er zum Vorsitzenden der Dessauer KPD-Ortsgruppe gewählt. Später war er Leiter der Dessauer Ortsgruppe der Roten Hilfe. Er betrieb in der Franzstraße 27 ein Geschäft für Buchbinderarbeiten, Zeitungsvertrieb und Schreibmaschinenarbeiten und leistete zudem verfolgten und bedrängten Bürgern Rechtsbeihilfe.
Als Kommunist und wegen seiner jüdischen Abstammung war er den Nationalsozialisten doppelt verhasst. Im Juni 1933 wurde Hugo Jacoby verhaftet, vom 5. Juli bis 1. Oktober 1933 war er im Konzentrationslager Oranienburg inhaftiert. Danach war er Häftling im Konzentrationslager Roßlau, wo er grausam misshandelt wurde. Hugo Jacoby starb an den Folgen dieser Misshandlungen. Er wurde auf dem Dessauer israelitischen Friedhof beerdigt.