Gedenkkultur Dessau-Roßlau

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Lotte Heumann

  • Geburtsdatum: 18.1.1912 in Dessau
  • Deportationsdatum: 26.2.1943 nach Auschwitz
  • Todesdatum: unbekannt
  • letzte freigewählte Dessauer Adresse: Auf dem Sande 9/10 (heute: Kantorstraße 3)

Lotte Heumann war die jüngste Tochter des jüdischen Kantors David Heumann (1880-1929) und seiner Ehefrau Erna, geb. Lewin (1886-?). Sie wuchs in Dessau auf, legte 1931 das Abitur ab, studierte in Bonn Rechtswissenschaften, musste aber als Jüdin die Universität verlassen. Sie zog nach Leipzig und arbeitete als Wohlfahrtsbeamtin für die dortige jüdische Gemeinde. Die Möglichkeit der Emigration lehnte sie ab – sie wollte die von ihr betreuten Menschen nicht im Stich lassen. Von Berlin wurde sie im Februar 1943, 31 Jahre jung, mit dem 30. „Osttransport“ nach Auschwitz deportiert. In einem Rote-Kreuz-Brief schrieb sie kurz vorher an ihren Bruder Werner, dass es „nach dem Osten“ gehe und dass sie hoffe, dort die anderen Familienmitglieder zu treffen. Lotte Heumann wurde vermutlich 1943 in Auschwitz ermordet. Das genaue Todesdatum ist nicht bekannt.