Gedenkkultur Dessau-Roßlau

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Martin Hadelich

Bildhauer. Geb. 21.11.1903 Einzingen bei Allstedt, gest. 6.8.2004 in Dessau.

Nach Schulbesuch siebenjährige Lehre als Schreibmaschinenmechaniker. Ab 1931 schuf er erste Plastiken, die er als Autodidakt in einer nahe gelegenen Ofenkachelfabrik brennen ließ. 1946 begab er sich in das thüringische Bürgel, um das Töpferhandwerk zu erlernen. 1950 wählte er mit seiner Frau, der Künstlerin Irmela Hadelich, Dessau zum neuen Wohnort. Hier richtete er sich eine geeignete Werkstatt in der Zerbster Straße ein. Frühen Auftragsarbeiten der 1950er Jahre folgten, zunächst baugebundene Arbeiten, plastische Putzschnitt- und Wandkeramikgestaltungen. In den 1960er Jahren schuf er wieder Skulpturen, die sich im Stadtbild von Dessau verteilt finden: Kraniche (Kavalierstraße, vor McDonald), Ziegenreiterin (Stadtpark), Völkerfreundschaft (vor Scheibe Nord), Akrobaten (ehem. Restaurant am Museum), Keramikfiguren im Treppenaufgang in der Volksschwimmhalle etc. Ab 1970 verlegte er sein Schaffen auf kleinformatige Keramikskulpturen. 1972 Wilhelm-Müller-Kunstpreis der Stadt Dessau. 1995 löste er seine lieb gewonnene Werkstatt im Palais Hilda auf. Ausstellungen fanden anlässlich seines 80., 85., 90., 95. und 100. Geburtstages statt.