Dora Feder war die Tochter der Dessauer jüdischen Kaufleute Josef und Sophie Schuber. Sie wuchs in Dessau auf, konnte wie alle anderen Familienmitglieder 1929 die anhaltische Staatsbürgerschaft erwerben, die 1935 von den Nationalsozialisten jedoch wieder aberkannt wurde. Ihre jüngeren Brüder Alfred (Pinchas, geb. 1914) und Max (Mosche Efraim, geb. 1920) emigrierten 1933 bzw. 1937 nach Palästina. Ebenso ihre Eltern noch kurz vor Kriegsausbruch 1939. Dora absolvierte in Leipzig eine Ausbildung als Köchin, lernte dort ihren späteren Ehemann Isidor (Issy) Feder (1913-1970) kennen. Isidor Feder wurde in der nationalsozialistischen „Polen-Aktion“ im Herbst 1938 zunächst nach Polen abgeschoben, schaffte es aber, nach Deutschland zurückzukehren. In Dessau von der Gestapo verhaftet, wurde er ab September 1939 ins Lager Buchenwald gesperrt. Dora blieb als einziges Mitglied der Familie Schuber im Deutschen Reich zurück. Die Wohnung in der Askanischen Straße 39a mußte sie räumen. Bis 1941 lebte sie bei Familie Goudsmid in der Franzstraße 47b, danach in Berlin. Von Berlin aus wurde sie in das Ghetto von Warschau deportiert und von dort im April 1943 in das Vernichtungslager Majdanek. Das Todesdatum ist nicht bekannt.