Gedenkkultur Dessau-Roßlau

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Willy Bodenstein

1949-68 Intendant des Landestheaters Dessau. Geb. 22.9.1901 in Dresden, gest. 22.6.1981 in Weimar, im Maria-Seebach-Stift.

Wurde zum 1. Juni 1949 als Intendant und Oberspielleiter der Oper an das Dessauer Landestheater berufen und trat am Ende der Spielzeit 1967/68 in den Ruhestand. Er machte sich um die Wiederbelebung der Wagner-Pfelege in Dessau außerordentlich verdient. So entschloss er sich 1953 am Dessauer Theater jährlich Richard-Wagner-Festwochen durchzuführen, die bis 1960 in Dessau stattfanden. Dies war wohl das größte Vorhaben in der Geschichte des Dessauer Theaters nach dem Zweiten Weltkrieg. Er versammelte um sich einen Stab von Künstlern, so Prof. Heinz Röttger und Wolf Hochheim und schuf ein leistungsfähiges Ensemble im Solo-, Chor- Orchesterbereich und gewann in- und ausländische Künstlerpersönlichkeiten zur Mitarbeit. Er inszenierte hierbei fast alle Aufführungen selbst und sang 1954, 1955 und 1958 den Alberich. Inszenierte an Wagner-Opern nach „Tannhäuser“ (1949/50): „Der fliegende Holländer“ (1950/51) und „Die Meistersinger“ (1951/52), „Lohengrin“ (1952/53), „Die Walküre“ (1953/54), „Tristan und Isolde“ (1954/55), „Parsifal“ (1955/56). Weitere Inszenierungen (Auswahl): „Turandot“ (1950/51), „Enoch Arden“ (1951/52), „Tosca“ (1952/53), „Figaros Hochzeit“ (1953/54), „Cosi fan tutte“ (1954/55), „Bank Ban“ (Uraufführung 1955/56), „Eugen Onegin“ (1957/58), „Rigoletto“, „Die Frauen von Troja“ von Roettger, „Lohengrin” (1966/67), „Rosenkavalier” (1967/68), „Die Zauberin” (als Gast 1968/69) etc.