Gedenkkultur Dessau-Roßlau

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1938

3. Januar
Bildung des Oberkommandos der Wehrmacht, Hitler wird Oberbefehlshaber.
Januar
Ausweisung von 53 „Zigeunern“ aus den Lagern am Triftweg und in der Mittelfeldstraße in Roßlau
13. März
„Anschluss“ Österreichs
4. April
In einer Richtlinie des Reichskriminalpolizeiamts werden „Zigeuner“, Prostituierte u.a. als „Asoziale“ eingestuft, auf die Mittel der „polizeilichen Vorbeugehaft“ angewendet werden können.
26. April
Einführung der Meldepflicht für jüdische Vermögen
29. Mai
Eröffnung des neuen Dessauer Theaters durch Hitler
13. Juni
In der Aktion „Arbeitsscheu Reich“ werden reichsweit „Asoziale“ verhaftet und in Konzentrationslager überführt.
27. Juli
Erlass des Reichsinnenministers: alle nach Juden benannten Straßen müssen umbenannt werden.
17.August
Einführung der Zwangsvornamen „Israel“ und „Sara“ für Juden
29. Sept.
„Münchner Abkommen“ über das Sudetengebiet. Ab 1. Oktober Besetzung des Sudetengebietes durch deutsche Truppen
28. Oktober
„Polen-Aktion“: Abschiebung von ca. 15 000 Juden polnischer Staatsangehörigkeit zur polnischen Grenze
7. November
Attentat des jüdischen Studenten Herschel Grünspan auf den deutschen Legationssekretär Ernst vom Rath in Paris
9. November
„Reichskristallnacht“. Bei dem Pogrom werden auch in Dessau-Roßlau Geschäfte geplündert, Männer verhaftet, die Synagoge zerstört, der Israelitische Friedhof geschändet.
12. Nov.
Verordnung der „Zwangsarisierung“ der letzten jüdischen Betriebe. Auferlegung einer „Sühneleistung“ von einer Milliarde Reichsmark als Zwangsabgabe für die Juden.
15. Nov.
Verbot des Besuchs von Theatern, Kinos, Konzerten, Ausstellungen u.a. für Juden
8. Dezember
Erlass Himmlers zur „Regelung der Zigeunerfrage“