Gedenkkultur Dessau-Roßlau
1935
- 13. Januar
- Saar-Abstimmung: 90,8 % stimmen für die Wiedereingliederung des Saargebiets in das Deutsche Reich.
März
- Jüdischen Schriftstellern wird jede schriftstellerische und literarische Tätigkeit in Deutschland verboten.
- 16. März
- Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht
- 1. April
- Reichsweites Verbot der Zeugen Jehovas
- Eingemeindung von Roßlau nach Dessau
- 11. April
- Erlass von Rudolf Heß: „Allen Parteigenossen ist jeder persönliche Verkehr mit Juden verboten.“
- 26. Juni
- „Gesetz über den Reichsarbeitsdienst“, Einführung der Reichsarbeitsdienstpflicht
- 17. August
- Auflösung aller noch bestehenden Freimaurerlogen
- 15. September
- Verkündung der „Nürnberger Gesetze“. Dem „Reichsbürgergesetz“ zufolge sind nur „Staatsangehörige deutschen und artverwandten Blutes“ Reichsbürger. Das „Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“ verbietet deutsch-jüdische Eheschließungen und schafft den Straftatbestand der „Rassenschande“.
- 18. Oktober
- „Gesetz zum Schutz der Erbgesundheit des deutschen Volkes“
- 14. November
- Die 1. Verordnung zum Reichsbürgergesetz definiert endgültig den juristischen Begriff „Jude“.
- 21. November
- Fritz Sauckell wird, als Nachfolger Loepers, geschäftsführender Reichsstatthalter in Braunschweig und Anhalt.