Gedenkkultur Dessau-Roßlau
1933
- 30. Januar
- Ernennung Hitlers zum Reichskanzler
- 27. Februar
- Reichstagsbrand
- 28. Februar
- Verordnung des Reichspräsidenten „Zum Schutz von Volk und Staat“; Einschränkungen der Meinungs-, Presse-, Vereins-, Versammlungsfreiheit u.a.
- 8. März
- Reichsinnenminister Frick kündigt die Errichtung von Konzentrationslagern an.
- 23. März
- Das „Ermächtigungsgesetz” ermöglicht der Reichsregierung, nunmehr auch verfassungsändernde Gesetze zu erlassen.
- März
- Beginn von Massenverhaftungen von Dessauer KPD-Mitgliedern, später auch SPD-Mitgliedern
- 1. April
- Boykottaktion gegen jüdische Geschäfte, Ärzte, Rechtsanwälte
- 7. April
- „Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich“, Auflösung des anhaltischen Landtags, später seine Neuformierung mit absoluter Mehrheit der NSDAP-Fraktion
- Gesetz „zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“, Entlassungen „nicht-arischer“ Beamter
- 5. Mai
- NSDAP-Gauleiter Loeper wird Reichsstatthalter in Braunschweig und Anhalt mit Sitz in Dessau (ehemaliges Palais Cohn-Oppenheim).
- 10. Mai
- Bücherverbrennungen in Universitätsstädten
- 15. Mai
- Verbot der Zeugen Jehovas in Anhalt
- 30. Mai
- NSDAP-Gauleiter und Reichsstatthalter Loeper wird Ehrenbürger von Dessau.
- 31. Mai
- Hanns Sander (NSDAP) wird Dessauer Oberbürgermeister.
- 13. Juni
- Einrichtung des KZ Lichtenburg bei Prettin
- 14. Juni
- 42 politische Gefangene aus Anhalt werden ins KZ Oranienburg transportiert.
- 22. Juni
- Beginn der Verbote bzw. Selbstauflösung der politischen Parteien
- 22. August
- Der Dessauer Gemeinderat beschließt die Schließung des Bauhauses.
- 13. September
- „Rassenkunde“ und „Vererbungslehre“ werden obligatorische Unterrichtsfächer an den Schulen.
- 22. September
- Reichskulturkammergesetz
- September
- Einrichtung eines provisorischen Konzentrations-lagers im ehemaligen Volkshaus der Gewerkschaften in Roßlau (Schließung des Lagers zum 1.8.1934)